LAG Arbeit & Soziales in Bayern
Trinkgeld statt Lohn

MÜNCHEN Simeon S. war gut vorbereitet. Sein „schickes Hemd“ trug er beim Vorstellungsgespräch, das Äußere passte. Der Lebenslauf? Gute Noten und Praktika bei „Radio Gong“ und in einem Münchner Altenheim konnte er vorweisen. Das sollte als Qualifikation genügen, schließlich wollte er ja keinen Job im BMW-Vorstand, sondern einfach nur als Einpack-Hilfe im Supermarkt etwas Geld dazuverdienen.

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Markt-radikale Unternehmen

Discounter bieten dem Kunden kurzfristig Vorteile. Billige Preise locken besonders den einkommensschwachen Kunden. Aber auch gut verdienende Kunden kaufen bei den Discountern und sparen am Preis.
Des einen Gewinn ist jedoch des anderen Verlust und so zahlen die Beschäftigten in der Kette von der Produktion bis zum Wühltisch den Preis für die "günstigen" Angebote. Langfristig fehlen nicht nur die...

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