LAG Arbeit & Soziales in Bayern

Markt-radikale Unternehmen

Posted by Eva Bernardi (eva) on 02 Dec 2009
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Discounter bieten dem Kunden kurzfristig Vorteile. Billige Preise locken besonders den einkommensschwachen Kunden. Aber auch gut verdienende Kunden kaufen bei den Discountern und sparen am Preis.
Des einen Gewinn ist jedoch des anderen Verlust und so zahlen die Beschäftigten in der Kette von der Produktion bis zum Wühltisch den Preis für die "günstigen" Angebote. Langfristig fehlen nicht nur die Sozialbeiträge der billig beschäftigten Mitarbeiter, es gibt sogar noch Subventionen aus Steuergeld dazu.
Wer mit dem Lohn beim Discounter nicht zum Leben für sich und seine Familie genug bekommt, der wird Kunde bei der Grundsicherung. Diese auch als ARGE bekannte Scheinbehörde nimmt Geringverdiener in ein "Kundenverhältnis" auf und zahlt die Differenz des zum Leben notwendigen Geldes. Das nennt man Aufstocken.
Dass Unternehmen, die sich im Wettbewerb mit solchen "Wirtschaftszerstörern" befinden, sich nicht wehren ist unverständlich. Jede Subvention, egal wie versteckt, ist Gift für eine Wirtschaft. 

Last changed: 03 Dec 2009 at 12:09

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